Auf jeden Fall eine Reise wert: dominikanischer Kaffee

Unsere Weihnachtsferien haben wir dieses Mal auf besondere Weise genutzt: für eine Entdeckungsreise in die Karibik. Unsere Mission: Für Euch neue Kaffee-Schätze bergen. Fündig wurden wir in der Dominikanischen Republik.

Die Dominikanische Republik ist wegen ihrer traumhaften, palmenbestandenen Sandstrände und ihres karibischen Flairs ein beliebtes Reiseziel. Als Herkunftsland von hocharomatischem Kaffee ist sie dagegen weitgehend unbekannt – was allerdings auf die vergleichsweise geringe Produktionsmenge zurückzuführen ist und keineswegs auf die Kaffeequalität, wovon wir uns selbst überzeugen konnten. Kaffee aus der Dominikanischen Republik ist kein Massenprodukt, sondern ein Qualitätserzeugnis für Genießer. Aber dazu gleich mehr.

Gelandet sind wir in Puerto Plata an der Nordküste der Dominikanischen Republik. Nachdem wir uns 3 Tage ordentlich erholt und die Sonne genossen haben, machten wir uns auf den Weg, um die dominikanische Kaffeeroute von Atabey in der Provinz Monseñor Nouel zu erkunden. Diese Route führt durch die Region Bonao in einer Höhe und zeichnet sich dank einer Höhe von ca. 950 m durch angenehme Temperaturen aus.

Die Kaffee-Plantagen, die wir in der Dominikanischen Republik zu Gesicht bekamen, waren alles andere als Monokulturen. Neben Kaffee wuchsen dort vor allem Papaya und ein wenig Kakao, darüber hinaus noch viele andere Früchte, die der Urwald hervorbringt. Wenn Ihr gerne in der Natur unterwegs seid, können wir Euch folgende Wanderwege ans Herz legen, die sich hinsichtlich Vegetation, Panorama, Begehbarkeit und Wanderzeit sehr unterscheiden: die ökologischen Wanderwege El Higo und El Cafetal sowie den Panoramaweg El Candongo. Das tolle an diesen Wegen ist, dass man durch die Kaffeeplantagen wandert und dort bei einer Rast sündhaft guten dominikanischen Kaffee probieren kann.

Dominikanischer Kaffee: der Geschmack der Karibik

Unterwegs haben wir die Stadt La Vega besucht und an der Pforte der Finca „La Papi“ des Kaffeebauern Joel geklopft. Joel war so freundlich und hat uns seine kleine Kaffee-Plantage gezeigt. Dort durften wir auch selbst mit anpacken und haben Kaffee geschält und geröstet. Ein tolles Erlebnis. Denn Joel röstet seinen Kaffee in einer großen Schüssel über einem offenen Holzfeuer. Nach etwa 20 Minuten, wenn die Kaffeebohnen fast die perfekte Röstfarbe erreicht haben, wird der Kaffee dann mit Rohrzucker karamellisiert. Karamellisiert? Ja, richtig gelesen: in der Dominikanischen Republik ist karamellisierter Kaffee weit verbreitet und sogar die bevorzugte Art, einen guten Kaffee zu trinken – gerne noch mit einem Schuss Vanillesirup. Nach dem Rösten und Karamellisieren wird der dominikanische Kaffee im Mörser zerstoßen, fein vermahlen und anschließend durch ein langes Sieb trinkfertig gefiltert. Wirklich ein besonderer Genuss!

Dieser dominikanische Kaffee war der feinste Kaffee, den wir bisher hergestellt hatten. Er zeichnete sich durch ein sehr gutes Aroma, eine feine Süße und eine gute Fülle aus. Ein rasanter Kaffee voller Lebenslust…eben wie ein guter Kaffee aus der Karibik schmecken sollte. Dieses Kaffee-Erlebnis wollten wir Euch natürlich nicht vorenthalten: Wir haben 40 kg Rohkaffee mitgenommen und diesen nach unserer Rückkehr bei der Rösterei Kater geröstet. Und im Februar erhalten wir per Luftpost Nachschub.

Warum ist dieser karibische Kaffee etwas Besonderes?

Die Kaffeebauern in der Karibik haben schon früh erkannt, dass ein hochwertiges Naturprodukt wie Kaffee nur durch große Sorgfalt und die Anwendung möglichst ursprünglicher Anbaumethoden entstehen kann. Auch die Größe der Plantagen spiegelt das „Klasse statt Masse“-Prinzip wider: Während in anderen Ländern teils riesige Kaffeeplantagen das Landschaftsbild bestimmen, sind die Plantagen in der Dominikanischen Republik vergleichsweise klein und werden von etwa 50.000 vorwiegend kleinere Produzenten bewirtschaftet. Das Ergebnis ist zwar eine vergleichsweise geringe Erntemenge, dafür aber eine hohe Kaffeequalität.

Kaffee aus der Karibik, insbesondere dominikanischer Kaffee, beeindruckt Kaffeeliebhaber durch seinen vollen Körper und die im mittleren Bereich angesiedelte Säure. Charakteristisch ist vor allem der absolut natürliche Geschmack und das harmonische Aroma, das durch würzige und schokoladige Noten abgerundet wird. Mit einer möglichst schonenden Röstung können wir das ganze Potenzial und die besondere Güte des dominikanischen Kaffees ausschöpfen. Probiert ihn einmal selbst und teilt uns Eure Meinung mit! Wir sind gespannt, was Ihr vom Kaffee aus der Dominikanischen Republik haltet!


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