Milchsorten für Kaffee: Es muss nicht immer Kuhmilch sein!

Kuh und friche Milch auf einer Weide

Kuhmilch im Kaffee – Frisch besonders lecker, aber nicht für jeden Menschen gut verträglich.

Wer Kaffeegetränke mit Milch oder Milchschaum bevorzugt, wird in der Regel erst einmal die ganz normale Kuhmilch aus dem Supermarkt-Regal verwenden. Viele Leute reagieren heutzutage auf Kuhmilch allerdings mit Lactose-Intoleranz und Allergien.

Andere Leute möchten einfach auf tierische Produkte, zu denen auch Kuhmilch zählt, aus ernährungstechnischen Gründen verzichten. Will man jedem Gast gerecht werden, so muss eine Alternative zur Kuhmilch geboten werden. Und da gibt es einige!

 

Sojamilch – der bekannteste, lactosefreie Kuhmilchersatz

Sojabohnen stellen die Basis für das pflanzliche Getränk Sojamilch dar. Soja besteht zu 36 % aus pflanzlichem Eiweiß und ist reich an Ballaststoffen, so dass Soja eine gute Proteinquelle darstellt. Mit zirka 2 g Kohlehydratgehalt und 2,2 g Fettgehalt liegt Sojamilch hinter der Kuhmilch.

Allerdings enthält Sojamilch auch weniger Calcium und Vitamin B2. Der pure Getreidegeschmack der Sojamilch ist sicher nicht Jedermanns Sache und zum Aufschäumen ist sie trotz des hohen Eiweißgehaltes ebenfalls nicht optimal geeignet. Im Kaffee entwickelt die Sojamilch recht wenig Geschmack. Kaffee mit Sojamilch schmeckt daher eher wässrig.

Reismilch – die Allergiker-Alternative

Reismilch ist eine Getreidemilchsorte, die aus Vollkornreis gewonnen wird. Entsprechend richtet sich der Geschmack auch in Richtung Reis aus, wobei eine angenehme, natürliche Süße hervorsticht. Daran zeigt sich, dass Reismilch, die ansonsten sehr wenig Eiweiß, Nährstoffe und Vitamine enthält, reich an Kohlehydraten ist.

Für Allergiker und Veganer ist Reismilch eine gelungene Alternative zur Kuhmilch, da sie rein pflanzlich sowie milchzucker-, eiweiß- und glutenfrei ist. In Sachen Kaffeegenuss zeigt sich die Reismilch ein wenig kontraproduktiv, denn zum Aufschäumen eignet sie sich nicht.

Der Eigengeschmack stört allerdings im Espresso kaum und verleiht einem Cappuccino sogar eine interessante Milchkaffeenote.

Mandelmilch – macht ihrem Namen alle Ehre

Mandelmilch im Kännchen

Mandelmilch – gesund, lecker und besonders gut geeignet für Kaffee.

Frische geröstete Mandeln, die gemahlen werden und in heißem Wasser ziehen, sind die Grundlage für die Mandelmilch-Produktion.

Neben den gesunden Inhaltsstoffen sind die Eigenschaften der Mandelmilch für den Kaffeeliebhaber hoch interessant. Beim Aufschäumen bildet die Mandelmilch einen besonders cremigen Schaum aus, der eine dezente Mandelnote mitbringt.

Der Geschmack, der besonders beim Cappuccino ausgeprägt wird, ist leicht säuerlich.

 

Reis-Mandel-Milch – ein gelungener Mix

Zu den bekannteren und beliebteren Milch-Misch-Getränken zählt die Reis-Mandel-Milch. Diese Milchkomposition vereint die natürliche Süße der Reismilch und den fein-nussigen Geschmack der Mandelmilch in sich. Allerdings enthält die Reis-Mandel-Milch die meisten Kohlehydrate unter den Milchsorten.

In der Kaffeespezialitäten-Herstellung bringt diese Milchsorte einen Schaum zustande, der eine feine, konstante, wenn auch etwas wässrige Festigkeit hat. Die leichte Süße der Milch macht sich insbesondere im Cappucciono recht gut.

Kokosmilch – die asiatische Note im Kaffee

Kokosmilch entsteht, wenn das Fruchtfleisch der Kokosnuss mit Wasser püriert und dann ausgepresst wird. Die aromatische Milch enthält zwischen 15 und 25 % Fett. Da sich der Fettanteil der Kokosmilch sich bei der Lagerung vom Wasser trennt, muss die Milch vor der Verwendung erst einmal gut geschüttelt werden.

Kaffeeliebhaber werden feststellen, dass es schwer wird, mit der Kokosmilch einen einigermaßen akzeptablen Schaum hinzubekommen. Der feinporige Schaum verfliegt nämlich sehr schnell wieder. Aufgeschäumte Kokosmilch fällt durch ihren leicht nussigen Kokosgeschmack auf, welcher dem Kaffee eine leichte Frische verleiht.

Hafermilch – das gute aus Getreide

Hafermilch wird aus fermentiertem Hafer oder Hafermehl hergestellt. Der Geschmack zeigt eine angenehme Süße. Da Hafermilch weder Milchzucker noch Milcheiweiß enthält, ist die Milch für Allergiker und Veganer geeignet. Der starke Eigengeschmack des Getreides liegt allerdings nicht jedem.

Im Kaffee fällt der starke Getreidegeschmack allerdings kaum noch auf. Die Hafermilch hinterlässt eine süßliche Note, die den Kaffee jedoch etwas in den Hintergrund rückt. Zum Aufschäumen ist Hafermilch allerdings sehr gut geeignet.

Dinkelmilch – besonders gute Schaumergebnisse für Geniesser

Dinkelmilch ähnelt äußerlich als auch bei den Inhaltsstoffen stark der Kuhmilch. Einzig in Sachen Proteine besteht ein großer Unterschied, denn davon ist sehr wenig in der Dinkelmilch vorhanden. Ebenso wie Calcium und bestimmte Vitamine nur in geringen Spuren vorhanden sind.

Für den Kaffeeliebhaber stellt Dinkelmilch eine leckere Alternative, die ein recht gutes Schaumvolumen erzielt, dar. Aufgeschäumte Dinkelmilch hat relativ viel Eigensüße, die sich in einem Cappuccino angenehm karmellig entfaltet.

Hirsemilch – wenig überzeugend im Kaffee

Hirsemilch ist eine der aus Getreide hergestellten Varianten, die einen extremen Eigengeschmack mitbringen. Der dominante Hirsegeschmack übertönt jegliche Aromen. Zudem setzt sich der beim Aufschäumen erzielte Schaum schnell wieder ab. Insbesondere im Espresso hat Hirsemilch für Kaffeeliebhaber ganz sicher nichts verloren.

Cashewmilch – für Kaffeeliebhaber eher ein Fehltritt

Cashewnüsse auf weißem Hintergrund

Milch aus Cashewnüssen: Wenig Kohlenhydrate und nussiger Milchgeschmack.

Die Cashewmilch, die zu den Getreide-Nuss-Sorten gehört, besteht eigentlich nur aus und Cashewnüssen und Wasser. Sie ist sehr fetthaltig und enthält nur wenige Kohlehydrate.

Diese Milch hat einen sehr dominanten, cashewnussunähnlichen Geschmack, der nicht einmal zu einem starken Espresso passen will. Auch beim Aufschäumen macht die Cashewmilch keine gute Figurau, denn es entsteht nur feinporiger Schaum, der schnell wieder in sich zusammenfällt.

 

Haselnussmilch – aromatisch, aber eher schwach im Kaffee

Haselnussmilch schmecht wie sie heißt, nämlich nach Haselnuss. Da die Milch einen eher wässrigen Charakter hat, lässt sich nur eine schlechte Schaumqualität beim Aufschäumen erreichen. Zudem hat die Haselnussmilch keine natürliche Süße, weswegen häufig Zucker zugesetzt wird. Für Kaffeeliebhaber ist die Haselnussmilch jedenfalls eher ein No-Go.

Fazit der Milchbetrachtungen

Die Konsistenz des Milchschaums und der Geschmack der verschiedenen Milchsorten lassen die Dinkelmilch als optimale Alternative zur Kuhmilch erscheinen. Schließlich schmeckt die Dinkelmilch kuhmilchähnlich mild und lässt sich hervorragend cremig aufschäumen. Natürlich hat jeder Kaffeeliebhaber seine eigenen Vorlieben, doch wir halten die Dinkelmilch für die beste Kuhmilchalternative.


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