Wie viel Koffein ist im Kaffee? Nicht ganz so schlecht wie der Ruf!

KaffeebohnenDer normale Konsum von Koffein regt das Herz-Kreislauf-System an, weckt die Lebensgeister und unterstützt die Konzentration. Wer Kaffee in Maßen genießt, der braucht sich keine Sorgen um gesundheitsschädliche Wirkungen machen. Wenn dem Körper allerdings zu viel Koffein zugeführt wird, sieht es etwas anders aus. Wann ein Koffeinüberschuss durch Kaffeetrinken beginnt, hängt davon ab, wie viel Koffein in der verwendeten Kaffeesorte enthalten ist und wie der Kaffee zubereitet wurde.

Koffein – was ist das eigentlich?

Bei Koffein handelt es sich um ein Alkaloid. Die stickstoffhaltige Verbindung kommt in der Natur vor und ist in einigen Lebensmitteln enthalten. Hauptsächlich findet sich Koffein in Kaffeebohnen, Kakaobohnen und Teeblättern. Da Koffein sich auf bestimmte Prozesse im menschlichen Körper auswirkt, können höhere Dosen einen negativen Effekt erzielen. Es sollte daher auf einen angemessenen Konsum von Koffein geachtet werden.

Wovon wird der Koffein-Gehalt in der Tasse Kaffee bestimmt?

Grundsätzlich haben Kaffeebohnen unterschiedliche Koffein-Gehalte. Wie viel Koffein jeweils in der Kaffeetasse ankommt, ist von folgenden Faktoren abhängig:

  • der bei der Röstung verwendeten Hitze
  • dem Grad in dem der Kaffee gemahlen wurde
  • der Zeit, die der Kaffee zum Ziehen hatte
  • der Temperatur, mit der der Kaffee aufgebrüht wurde

Koffein-Gehalt – wie viel Koffein enthalten die bekanntesten Kaffeesorten?

Arabica und Robusta heißen die bekanntesten und am Markt am häufigsten vertretenen Kaffeesorten. Neben anderen Unterschieden variieren diese beiden Kaffeesorten auch im Koffein-Gehalt. Arabica-Kaffeebohnen enthalten im Durchschnitt 1,2 % Koffein. Robusta-Kaffeebohnen hingegen tragen mit 2,2 % fast doppelt soviel Koffein in sich. Da die Hersteller häufig Kaffeemischungen aus diesen beiden Kaffeesorten anbieten, sind die Koffein-Werte entsprechend unterschiedlich.

Wie viel Koffein verträgt der Mensch?

Die „Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit“ hat aufgrund wissenschaftlicher Ergebnisse eine maximale Koffein-Menge errechnet, die als unbedenklich eingeschätzt werden kann. Gesunde Erwachsene dürfen demnach pro Tag 400 mg Koffein zu sich nehmen. Eine Einzeldosis sollte allerdings 200 mg nicht übersteigen. In der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte die Koffein-Menge auf 200 mg pro Tag reduziert werden. Dann sind Schädigungen beim Kind ausgeschlossen.

Wie viele Tassen Kaffee darf man also trinken?

Zunächst darf natürlich nicht vergessen werden, dass nicht nur Kaffee Koffein enthält. Auch Tee, Kakao oder Cola müssen bei der Berechnung des maximalen Koffein-Genusses berücksichtigt werden. Wer genau ausrechnen möchte, wie viel Koffein er zu sich nimmt, der kann beim Kaffee von folgenden Werten ausgehen:

  • 100 ml Filterkaffee enthalten zirka 55 mg Koffein
  • 100 ml Espresso schlagen mit zirka 133 mg Koffein zu Buche
  • 100 ml entkoffeinierter Kaffee enthalten immer noch 2 mg Koffein
  • 100 ml Instantkaffee enthalten 39 mg Koffein
Mann und Frau halten Glas Cola in der Hand

Achtung: Koffein ist nicht nur in Kaffee enthalten!

Allerdings handelt es sich bei diesen Angaben nur um Durchschnittswerte. Wenn Kaffee lange gezogen hat, können die Werte durchaus höher ausfallen. Zudem kommt es auch auf die gewählte Kaffeesorte an. Der Koffein-Gehalt einer Tasse Kaffee lässt sich daher nicht ganz genau beziffern. Leute, die sich zum Frühstück und zur Kaffeezeit eine Tasse Kaffee gönnen, befinden sich aber immer auf der sicheren Seite. Wer häufiger am Tag Kaffee konsumiert, der sollte auf jeden Fall einmal den Koffein-Gehalt überschlagen – der eigenen Gesundheit zuliebe.


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